30/05/2006
13.54.30
Marktl
freut sich auf den Papst
Die Papstreise durch Polen ist Geschichte.
Doch die nächsten sind schon geplant. Im Juli steht Spanien auf dem Programm
und nach der Reise in die Heimat seines Vorgängers reist Benedikt September
dann in seine eigene Vergangenheit: Bayern, sein Bischofssitz München-Freising,
Regensburg und Passau. Hier laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren,
sagt der Passauer Bistumssprecher, Wolfgang Duschl:
"Das
ist für unser Bistum ein ganz herausragendes, historisches Ereignis: Ein Papst
der in diesem Bistum geboren ist kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Wir haben
schon in den vergangenen Monaten auf ganz vielen Ebenen versucht das umzusetzen
in Gebeten, in Formen der Liturgie. Dann gibt es natürlich auch ganz
praktische, dringende Organisationsfragen: Wie bekommen wir tausende von Leuten
von Punkt A nach Punkt B? Wie geht das mit den Sicherheitsfragen? Wie gehen wir
um mit den Anmeldungen, den Quartieren, den Karten? Wir haben insgesamt sieben
Arbeitsstäbe hier."
Der
Marienwallfahrtsort Altötting und Benedikts Geburtsort Marktl liegen im Bistum
Passau. Die Wahl Josef Ratzingers zum Papst hat die kleine Marktgemeinde am Inn
wie eine Lawine getroffen. Alles gibt es hier: Benedikt-Bier, Benedikt-Brot,
Benedikt-Klöße.
"Sie
müssen sich vorstellen, da ist ein kleiner Ort mit einer 300 Meter langen
Hauptstraße in der Mitte und dort stehen 40 Übertragungswagen - so war das in
den ersten Tagen nach der Wahl. Da kommen die Leute völlig aus dem Ruder. Sie
lassen sich dann auch auf Dinge ein und merken jetzt erst im Laufe der Zeit,
dass das nicht alles vernünftig ist was da gemacht wird, und dass auch verkauft
und „vermarktlt“ wurde wie es heißt. Wir stellen aber jetzt fest, die Marktler
bemühen sich sehr, sehr stark das alles einzuordnen. Gerade jetzt seit unser
Bischof bekannt gegeben hat, dass der Papst auch den Geburtsort besucht,
stellen wir hier wirklich eine ganz große Ernsthaftigkeit fest. Natürlich haben
wir auch immer wieder Menschen die damit geschäftlich umgehen, aber damit muss
man rechnen. Wir sagen immer, solange das noch in einem Rahmen ist der eben
keinen Schaden anrichtet, muss man das wohl auch zulassen. Allerdings immer
auch mit der konzentrierten Bitte: Achtet darauf, dass es angemessen und
respektvoll ist."
Die
Reise nach Bayern steht unter dem Motto "Wer glaubt ist nie allein".
Die wichtigsten Stationen sind München, Altötting und Regensburg. Der Termin:
9. bis 14. September.
(rv/domradio
30.05.06 bp)